Brandüberwachung im swb Mittelkalorik-Kraftwerk
Im Mittelkalorik-Kraftwerk der swb Erzeugung ist die Stromerzeugung ein hoch komplexer Prozess. Fleischhauer Bremen hat hier eine Brandmeldeanlage inklusive Evakuierung geplant und realisiert, die kleinste Veränderungen erkennt und höchste Sicherheitsstandards erfüllt.
Unser Kunde
Das neu gebaute Mittelkalorik-Kraftwerk (MKK) der swb Erzeugung im Bremer Industriehafen erzeugt seit dem Frühjahr 2009 Strom durch die Verbrennung einer heizwertreichen Mischung aus Papier, Kunststoff, Holz und Verpackungsresten, die stofflich nicht mehr recycelt werden können. Das MKK produziert Strom für über 90.000 Haushalte. Die swb ist der große Energieversorger in Bremen und beschäftigt über 2.400 Mitarbeiter.
Die Anforderungen
Das MKK ist eine hoch komplexe Industrieanlage. Extreme Drücke und extreme Temperaturen erfordern im Brandfall eine sofortige Räumung des gesamten Kraftwerks. Und das gelingt nur, wenn in die Brandmeldeanlage zusätzlich eine Evakuierungsanlage integriert ist. Mit einem Alarm, der überall zu hören oder wenigstens zu sehen sein muss – auch mit Ohrstöpseln in der Nähe des extrem lauten Verbrennungskessels. Und auch in den Gängen, wo verwinkelte Rohrleitungen den Schall schlucken. Prävention durch die möglichst frühe Erkennung kleinster Veränderungen ist bei der Brandmeldeanlage das oberste Ziel. Damit die Verbrennung ohne Unterbrechungen läuft und vor allem kein Mitarbeiter gefährdet wird.
Unsere Lösung
Flexibilität ist alles, wenn eine neue Produktionsanlage entsteht und im Bauprozess immer wieder modifiziert wird. Unsere Mitarbeiter sehen das als Herausforderung und haben für den Brandschutz inklusive Evakuierung die komplette Ausführungsplanung mit Risikoabschätzung bis zur Übergabe an die Feuerwehr verantwortlich übernommen. Wir setzen in diesem riesigen Gebäude auf punktuelle Überwachung in den neuralgischen Bereichen. So verbinden wir ein effektives Kostenmanagement mit höchsten Sicherheitsstandards. Neben den Sirenen haben wir in den Bereichen mit sehr hoher Lärmbelastung zusätzlich Blitzleuchten als visuelle Signale für den Evakuierungsfall installiert. Bei der Auswahl der Meldetypen wählten wir Produkte aus, die bei Staub und Dreck in der Umgebung nicht übersensibel reagieren, was Fehlalarme auslösen könnte. Alle Fäden der Überwachung laufen in der Zentrale des Wachschutzes zusammen. Gleichwohl ist die Brandmeldeanlage dezentral in einem Verbund mit drei Schaltringen und jeweils eigenen Monitorplätzen realisiert. So gibt es bei möglichen Störungen nur partielle Ausfälle. Und um den hochsensiblen Verbrennungsprozess bis ins Detail zu dokumentieren, haben wir unter der Decke Lasersysteme installiert, die das Feuer überwachen.
Das Ergebnis
Wenn ein Alarm losgeht, bekommt es auch jeder Beschäftigte sofort mit. Die lückenlose Beschallung ist überall im Gebäude in der jeweils notwendigen Lautstärke zu hören. Doch der Alarm geht nur los, wenn tatsächlich Gefahr droht. Denn unsere Brandmeldeanlage wittert zwar jede Unregelmäßigkeit, ist aber so exakt eingestellt, dass sie weitgehend immun gegen die alltäglichen Störeinflüsse im Industrieumfeld ist. „Sowohl die Organisation der lückenlosen Beschallung, als auch die Aussteuerung und Feinjustierung der Brandmeldung waren echte Herausforderungen“, berichtet Timo Immermann, Prozessnetzwerkadministrator bei swb Erzeugung. Hier sei Fleischhauer mit sehr viel Engineering gefordert gewesen. „Die Mitarbeiter waren sehr flexibel und haben mit stetigen kleinen Verbesserungen die im Bauprozess stark gewachsene Brandmeldeanlage optimiert“, so Immermann. Die swb Erzeugung arbeite schon länger mit Fleischhauer Bremen zusammen und die Kooperation sei sehr verlässlich. „Zusagen und Termine werden eingehalten, Kundenwünsche individuell erfüllt. Und für neue Anforderungen gibt es durchdachte, funktionale Lösungen, nichts von der Stange“, erläutert Immermann. Fleischhauer Bremen ist auch mit der Wartung beauftragt.