Das vier Sterne superior Hotel Radisson SAS direkt an der hannoverschen Expo Pla-za ließ schon in der Erstausrüstung des Objekts im Jahr 2000 ein elektrotechnisches Gebäude-Bussystem zur Raumsteuerung installieren. Über die Jahre kristallisierte sich heraus, dass die Anlage noch unausgeschöpfte Potentiale bot und in der Handhabung zu unübersichtlich für die Nutzer war. Als Folge sollten Vereinfachungen am vorhandenen System vorgenommen werden, die zugleich Prozesse optimieren und Geld und Energie einsparen sollten.
Fleischhauer erkannte, dass die Lösung, die durch den damaligen Errichter implementiert wurde, einige Schwachstellen aufwies. So waren Buskomponenten teilweise nicht vernetzt, unzureichend parametriert oder es hatten sich im Laufe der Zeit Fehler eingeschlichen, was beispielsweise dazu führte, dass bis dato nicht jeder Lichtkreis separat angesteuert werden konnte. Diese Mankos wurden behoben und alle Komponen-ten integriert und ansteuerbar gemacht.
Zudem richtete Fleischhauer ein zentrales grafisches Bedienelement im Business Service Center (BSC) ein. Das BSC ist das Veranstaltungsservicebüro für Tagungsgäste, die dort Wünsche zur Raumsituation, Bewirtung oder zu weiteren Themen platzieren können. Durch die unmittelbare Anordnung des Bedienelementes neben dem Buchungsrechner lässt sich auf einen Blick die Raumbelegungsanzeige mit der Buchung abgleichen.
Ist ein Raum nicht belegt, wird mit wenigen Mausklicks die gesamte Technik des Raumes ausgeschaltet, ohne dass die Servicekräfte wie bisher durch die insgesamt 15 Veranstaltungsräume und die verschiedenen Foyers laufen müssen, um diese Aufgabe zu erfüllen.

Ein weiterer Pluspunkt des Bedienelements ist, dass auch Nicht - Techniker und wechselnde Bediener mit dem System intuitiv umgehen können. Das System zeigt zunächst den Grundriss des Hotels an. Bei Aktivierung durch Anklicken gelangt der Bediener virtuell in den jeweiligen Veranstaltungsraum. Dort sind alle zu steuernden Elemente wie beispielsweise das Licht, die Verdunkelungsanlage, die Trenn- und Leinwände eingezeichnet und lassen sich durch graphische Regler und Schalter dimmen, regeln, ein- und ausschalten. Zusätzlich wurden Zeitsteuerungen für weniger frequentierte Bereiche eingerichtet: Zur Frühstückszeit werden das Mittagsrestaurant, die Bar und das Atelier gedimmt und mittags laufen die anderen Bereiche außer dem Restaurant im Energiesparmodus.
Zuvor gab es in sämtlichen Räumlichkeiten die eingeschränkte Funktionalität, dass die gesamte Beleuchtung entweder nur ein- oder auszuschalten war, so dass der E-nergieverbrauch bei null oder bei einhundert Prozent lag. Neu programmiert wurde auch die Funktion, dass im Modus der Gesamtbeleuchtung die Lichtleistung auf 70% reduziert wird. Mit dem grundüberholten System spart das Hotel Zeit und Energiekos-ten und steigert zugleich den Komfort seiner Gäste.