Wir haben an einem großen Bremer Schulgebäude eine Videoüberwachung konzipiert und realisiert. Unser System erhöht im Einklang mit Aspekten des Datenschutzes die Sicherheit im Eskalationsfall und bei Einbrüchen. Die Akzeptanz der Videoüberwachung ist vom Start weg hoch. „Es hat keine großen Nachfragen oder gar Beschwerden nach der Freischaltung gegeben“, berichtet Hausmeister Lutz Schwenzfeuer. Und wer sich beobachtet fühlen könnte, dem lasse sich das Videokonzept leicht und überzeugend erläutern.
Die Anforderungen
Vandalismus und eine hohe Einbruchsquote sind seit Jahren an der Tagesordnung. Die Diebstähle, zerbrochenen Scheiben oder Graffiti sorgen für Schadenshöhen von mehreren zehntausend Euro pro Jahr. Nach einem intensiven Dialog zwischen Hausmeister, Schulleitungen, Bildungsbehörde und der Datenschutzbeauftragten kristallisierte sich die Installation einer Videoüberwachung als sinnvolle Lösung für mehr Sicherheit heraus, um Vorfälle aller Art beweisbar festhalten zu können und die Hemmschwelle für Einbrüche zu erhöhen.
Unsere Lösung
Im Auftrag der Bildungsbehörde und Immobilien Bremen haben wir eine Lösung auf dem aktuellen Stand der Technik konzipiert und realisiert, die Aspekte einer optimalen Überwachung des Gebäudekomplexes mit denen des Datenschutzes in Einklang bringt. Zentrale Grundidee dieses Systems ist es, nur außerhalb der Schulzeiten dauerhaft Bilder aufzuzeichnen. Allein im Gefahrenfall, etwa bei einer Schlägerei, bei einem Diebstahl oder einem Amoklauf, kann der Hausmeister die Aufzeichnung mit einzelnen Kameras manuell starten. Über einen zentralen Monitor hat er allein alle Kameras live im Blick. Das ermöglicht dem Hausmeister den gesamten Außenbereich an den neuralgischen Punkten einzusehen. Ohne dass Schüler, Lehrer, Eltern oder Besucher eine permanente Speicherung „ihrer“ Bilder befürchten müssen.
In der konkreten Umsetzung haben wir an den Gefahrenpunkten im Außenbereich insgesamt 13 Netzwerkkameras installiert. Ein unsichtbares Infrarotlicht sorgt dabei für eine sehr unauffällige Ausleuchtung, spart zudem Energie und verhindert Beeinträchtigungen bei der Bildqualität durch Insekten. Die einzelnen Kameras werden via Datenkabel über ein Netzwerk an den zentralen Server für das Videomanagement angeschlossen. Unser System ist jederzeit mit zusätzlichen Kameras erweiterbar.
Das Ergebnis
Eine aktuelle Auswertung der Schadenshöhen seit der Einführung der Videoüberwachung liegt noch nicht vor. „Doch gefühlt hat sich die Sicherheit erhöht“, berichtet Hausmeister Lutz Schwenzfeuer. Er würde diesen Weg immer wieder einschlagen, denn mit der Kameraanlage lassen sich Bewegungen von Tätern jetzt nachverfolgen. Bislang gab es keinerlei Probleme. „Auch die Installation und die Betreuung durch die Firma Fleischhauer war einwandfrei“, sagt Schwenzfeuer. Von Seiten des Herstellers wünscht sich der Hausmeister als Verbesserung noch eine Art roten Knopf, mit dem er im Eskalationsfall noch einfacher und schneller die Aufzeichnung aller Kameras starten kann.
Die Akzeptanz der Videoüberwachung ist vom Start weg hoch. „Es hat keine großen Nachfragen oder gar Beschwerden nach der Freischaltung gegeben“, erklärt Schwenzfeuer. Und wer sich beobachtet fühlen könnte, dem lasse sich das Videokonzept leicht und überzeugend erläutern. Die Einbeziehung der Aspekte des Datenschutzes von Anfang an spielt dabei eine große Rolle. Denn die gespeicherten Aufnahmen sind vor unbefugtem Zugriff sicher dank eines zuverlässigen Passwortsystems mit zwei von einander getrennten Passwörtern. Nur wenn beide Passwörter zusammen am zentrale Rechner eingegeben werden, lassen sich die gespeicherten Aufnahmen abspielen.