Weniger WLAN Probleme auf Messeständen durch vorausschauende Planung und gezielte Ausleuchtung

Die meisten WLAN Netze werden im 2,4-GHz-Band mit 13 Kanälen betrieben. Davon überlappen sich 4 in ihren Frequenzbereichen. Demnach existieren nur 3 Kanäle, die sich störungsfrei parallel nutzen lassen. In einer Messe- oder Veranstaltungshalle mit mehreren dicht beieinanderliegenden Aussteller-WLANs sind dadurch Verbindungsabbrüche und Schwankungen der verfügbaren Übertragungsraten vorprogrammiert.

Dennoch gibt es Lösungsmöglichkeiten, um dieser Problematik zu begegnen. Der Grundstein für die Ausarbeitung jeder optimalen Lösung ist die detaillierte Planung des Projekts. Mithilfe einer Grundriss-Zeichnung des Messestandes berücksichtigen Fleischhauers System-Ingenieure bereits vor Beginn des Messeaufbaus, in welchen Bereichen die beste Versorgung zu gewährleisten ist (z. B. im Bereich der Infotheke oder der Sitz- und Besprechungsgelegenheiten) und wo die Ausleuchtung nicht unbedingt notwendig ist (z. B. in der Garderobe oder in der Küche).

Auf Basis dieser Erkenntnisse werden entsprechende Access-Points, Antennen, eventuell ein Controller und ein Frequenzband ausgewählt und projektiert. Weiterhin können an bestimmten kritischen Stellen Datenkabel beim Aufbau des Standes vorgesehen werden, um sich notfalls Kabel gebunden mit dem Netzwerk verbinden zu können.

 

Auswahl der richtigen Access-Points. Die Auswahl der Access-Points bestimmt maßgeblich die Qualität der Verbindung. Hierbei wird zwischen einfachen und intelligenten Access-Points unterschieden. Im Gegensatz zu den einfachen schieben sich die intelligenten Access-Points die Informationen gegenseitig zu. Hierdurch verringern sie die Sendelasten, stören sich gegenseitig weniger und erhöhen somit die Qualität der Funkabdeckung. Als grobe Größenordnung wird bei einem Stand der Größe bis zu 10 x 10 Metern ein Access-Point benötigt.

 

Auswahl der richtigen Antennen. Die Access-Points werden in der Regel mit einer Rundstrahler-Antenne ausgeliefert. Diese Art von Antennen (wie z. B. beim Radio) senden die Signale gleich stark in alle Richtungen (360 Grad). Richtfunkantennen hingegen fokussieren ihre Sendeleistung in eine bestimmte Richtung (ca. 90 Grad Abstrahlwinkel). Dadurch haben sie eine höhere Feldstärke, der Funkverkehr wird gebündelt abgegeben und die Signale stören sich nicht gegenseitig.

 

Auswahl des richtigen Frequenzbandes. Neben dem 2,4 GHz Band ist noch das 5 GHz Band für WLAN Betrieb zugelassen. Die WLANs können hier in 19 überlappungsfreien Kanälen senden. Jedoch ist nicht jeder WLAN Router in der Lage, in beiden Frequenzbändern zu senden.

 

Traffic Shaper. Störungen kann auch begegnet werden, in dem zwischen einem Switch und einem WLAN Router ein Traffic Shaper installiert wird. Dieser sorgt dafür, dass allen zu dem Zeitpunkt angemeldeten Nutzern die selbe Bandbreite zugeteilt wird. So werden Situationen vermieden, in denen vereinzelte User das Netz blockieren oder lahmlegen, weil sie gerade große Datenmengen in das Netz oder aus dem Netz laden.

 

Nach der Installation kann die Empfangsqualität und die Ausleuchtung vor Ort zusätzlich mit einem Analysetool überprüft und nach Bedarf weiter optimiert werden. Die Ausrüstung eines Messe-/Ausstellungsstandes mit WLAN ist komplexer als vielen bewusst ist, denn viel hilft nicht automatisch viel. Dies wird den meisten aber erst dann bewusst, wenn der Stand steht, die Installation abgeschlossen ist und der Messealltag beginnt.


Referenz: Aussteller der Deutschen Messe, Hannover

Fleischhauer arbeitet seit mehr als 35 Jahren für die Deutsche Messe AG, seine Aussteller und Messebauer als zuverlässiger Partner in den Gewerken Informationstechnik, Sicherheitstechnik, Elektrotechnik und Medientechnik. Seit etlichen Jahren baut Fleischhauer temporäre WLAN Netze zu den Veranstaltungen auf. Auch in 2011 realisierte Fleischhauer für viele Aussteller auf den unterschiedlichsten Messen erneut WLAN Lösungen.

Nachfolgend ein kleiner Auszug:

Partnerland Türkei CeBIT 2011

CeBIT 2011. Die deutsche IT- und Telekommunikations-Branche (BITKOM) und die CeBIT kürten die Türkei zum offiziellen Partnerland 2011. Auf der CeBIT 2011 trafen die türkischen ITK-Unternehmen mit internationalen Unternehmen zusammen und stellten ihre neuesten Technologien vor. Die 5 türkischen Gemeinschaftsstände umfassten insgesamt 76 Unteraussteller. Allein in Halle 12 besaß ein türkischer Gemeinschaftsstand eine Größe von 2.100 qm. Hier wurden 9 Access-Points verbaut. Insgesamt wurden über eine Fläche von 3.500 qm 25 Access-Points in 5 Hallen installiert. Die besondere Herausforderung lag in der zeitnahen Erstellung der erforderlichen Infrastruktur. Fleischhauer hatte von der Anfrage bis zur Abwicklung nur 6 Werktage, um das Projekt zur Zufriedenheit der Aussteller umzusetzen.

 

Weitere WLAN Projekte wurden auf anderen Messen auf dem Messegelände umgesetzt, wie z. B. auf der Hannover Messe 2011 (Metallform) oder auf der CeMAT 2011 (Toyota Gabelstapler).

 

Fleischhauer rüstet nicht nur Veranstaltungen wie Messen und Ausstellungen mit temporären WLANs aus, sondern verfügt ebenfalls über umfangreiche Expertise festinstallierter WLAN Umgebungen von 1 bis zu weit über 50 Accesspoints in nahezu 100 verschiedenen Kundenprojekten.

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